Perspektiven für die Arbeit mit jungen Menschen am Rande

Veröffentlicht am: 18. Mai 2021

Salesianer Don Boscos veröffentlichen Positionspapier

Die Salesianer Don Boscos arbeiten in mittlerweile sieben Einrichtungen in Deutschland (Berlin, Nürnberg, Köln, Chemnitz, Bamberg, Trier und Regensburg) mit der Zielgruppe entkoppelter junger Menschen.

Die Erfahrungen aus dieser Arbeit und daraus resultierende Handlungsaufforderungen an Politik und Gesellschaft formulierten sie nun in einem Positionspapier, das im Rahmen des Fachkongresses auf dem 17. Deutschen Kinder- und Jugendhilfetag vor rund 300 Teilnehmenden aus den Bereichen der Jugendhilfe und Jugendsozialarbeit, von Trägern und Verbänden, vorgestellt wurde und Chancen und Erfolgsfaktoren in der Arbeit mit schwer erreichbaren jungen Menschen darstellt.

Das veröffentlichte Positionspapier appelliert deshalb an staatliche Stellen, Wissenschaft, sozialpolitische Entscheidungsträger sowie an Träger der Jugendhilfe, Vereine und Verbände, gemeinsam die Rahmenbedingungen zu schaffen, damit die erfolgreiche Arbeit mit dieser Zielgruppe langfristig etabliert werden kann.

Basis dieser Positionierung bildet eine wissenschaftliche Rahmenkonzeption, die der Münchener Sozialwissenschaftler Dr. Andreas Kirchner, Professor für Theorien und Methoden der Sozialen Arbeit an der KSH München, im Auftrag der Salesianer Don Boscos erarbeitete. Seine Studie zeigt anhand der praktischen Arbeit in den Einrichtungen der Salesianer Don Boscos auf, welche Voraussetzungen geschaffen werden müssen, um eine langfristige und erfolgreiche Wiedereingliederung schwer erreichbarer junger Menschen zu gewährleisten.

„Die bestehenden, zum Teil hoch individualisierten Konzepte können erst dann verlässlich funktionieren, wenn finanzielle Mittel für Personalressourcen und -qualifizierung stabil einkalkuliert werden können, wenn Prozessfinanzierung kontinuierlich erfolgt und die Kooperation der Rechtskreise flexibel und ohne bürokratische Hürden gestaltet wird, damit individuelle Lösungen in enger Anbindung an staatliche Stellen kurzfristig möglich werden“, verdeutlicht Kirchner.

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